8.2.09

Anfrage vom 25.01.09 an die CDU-Fraktion Wuppertal

Folgende Mail ist bis heute ohne jegliche Antwort geblieben:

Sehr geehrter Fraktionsvorsitzender der CDU Herr Simon,

sicher ist Ihnen die untragbare Situation für die Anwohner am Heidter Berg durch den Mobilfunkmast der T-Mobile auf dem Wohnhaus Albertstr. 82 a, die nunmehr über 2, 5 Jahre andauert, durch die zahlreichen Presse und TV-Berichterstattungen bekannt. Letztere liegen dieser Mail an, damit Sie sich ein annähernd realistisches Bild von dem unerträglichen Zustand machen können. Weiter erlaube ich mir, Sie auf die Seite: www.sendemast.blogspot.com hinzuweisen, auf der Sie weitere traurige Informationen finden werden. Die betroffenen Anwohner haben sich bereits 2006 u.a. mit ca. 1000 Unterschriften mit der Bitte an Oberbürgermeister Jung gewandt, dass der gegen das Vorsorgekonzept der Stadt Wuppertal, das diese mit den Mobilfunkbetreiben vereinbart hat, verstoßende Funkmast kurzfristig wieder aus ihrem Wohngebiet entfernt wird. Er ist den Anwohnern in Entfernung von 30 Metern teils auf Augenhöhe vor ihre Balkone, Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmerfenster gesetzt worden. Die Strahlenbelastung durch den betr. Funkmast soll in den letzten 2 Jahren zu den 10 höchsten in ganz Deutschland gezählt haben und liegt auch nach dem Umbau des Funkmastes mit bis zu 4, 5 Volt/meter immer noch mehr als 100 % über dem Durchschnitt in Wuppertal und ist voraussichtlich auch über Wuppertal hinaus weiterhin zu den sehr hohen Strahlenbelastungen zu zählen. Sein Abbau wird den Anwohnern nunmehr schon mehr als 2 Jahre durch die Stadtverwaltung zugesagt, die jetzige bloße Umrüstung auf sog. Dualbandantennen genügt dem nicht ansatzweise. T-Mobile fordert von der Stadt für den Abbau einen Ersatzstandort, denn man habe die Stadt schließlich frühzeitig über das Vorhaben der Errichtung dieses Funkmastes informiert und die Stadt habe hierzu geschwiegen, so dass T-Mobile vom Einverständnis der Stadt ausging und den Standort errichtete. Die Stadt dementierte über 2 Jahre (s. Medien) hinweg, von T-Mobile eine vorherige Information über das Vorhaben erhalten zu haben. Seit kurzem steht fest, dass die Behauptung der T-Mobile wahr ist, hingegen die Behauptung der Stadt über 2 Jahre hinweg nicht zutraf. Der Funkmast wurde inzwischen umgebaut, bestrahlt Anwohner mit bis zu 4,5 V/m (s. Gutachten IMST) aber immer noch mit mehr als 100 % über dem, was mit 1-2 V/m dem Durchschnitt in Wuppertal und jenseits Wuppertals entspricht. Nachdem diverse Zusagen der Stadt im Hinblick auf die vereinbarte (zumindest Teil-)Verlagerung des betr. Funkmastes über mehrere Jahre bislang nicht eingehalten wurden, wende ich mich nunmehr an Sie und die CDU-Ratsfraktion und bitte Sie darum, die Anwohner am Heidt betr. den Abbau des Funkmastes zu unterstützten. U.a. die sind Herr Ministerpräsident Rüttgers und Fraktionsvorsitzender Herr Stahl von uns über die weiterhin unhaltbare Lage teils bereits länger informiert. Bekanntlich kam es nach der seinerzeitigen Versteigerung der UMTS-Lizenzen durch den Bund durch die Änderung der Bauordnung NW, nach der betr. Funkmasten bis zu einer Höhe von 10 Meter ohne vorherige Baugenehmigung errichtet werden dürfen, gerade zu dem, was die Anwohner des Heidt (Funkmast Albertstr. 82a) nunmehr trotz tauglicher Alternative seit mehr als 2 Jahren ertragen sollen. Im Gegenzug zur Änderung der BauONW hatte man sich auf die Vereinbarung von Vorsorgekonzepten u.a. zwischen Kommunen und Mobilfunkbetreiben verständigt, gegen die der betr. Funkmast Albertstr. auch nach seinem Umbau sowohl hinsichtlich des danach einzuhaltenden Höhenunterschiedes zu angrenzenden Wohnungen als auch hinsichtlich der Strahlenbelastung weiterhin verstößt. Zumindest respektive einer Teilverlagerung haben Stadt und Herr Oberbürgermeister Jung sich bekanntlich mit T-Mobile im Juli 2007 auf den Ersatzstandort städt. Grundstück Lortzingstr. verständigen können, dessen Umfeld seit nunmehr mehr als 2 Jahren über den Funkmast Albertstr. mobilfunktechnisch versorgt wird (so T-Mobile April 2008 im Rathaus). Allerdings wohnen in diesem Umfeld bekanntlich prominente und wohlhabende Wuppertaler, von denen zumindest ein Teil versucht, diese Teilverlagerung zu verhindern, vielleicht bevorzugt man es dort auch weiterhin auf Kosten der Gesundheit der Anwohner am Heidt und einer dort auch weiterhin überdurchschnittlichen Strahlenbelastung mobil zu telefonieren? Ob die Stadt sich diesem Einfluss unterwirft und deshalb seit nunmehr mehr als 1,5 Jahren die Umsetzung ihres eigenen Vorschlages an T-Mobile (Ersatzstandort städt. Grundstück Lortzingstr.) trotz Vorliegens aller rechtlichen Voraussetzungen nun doch nicht vornehmen will, oder ob dies der Unterstützung des dortigen prominenten Umfeldes durch Teile der BV-Heckinghausen und dabei gerade der SPD, von deren Mitgliedern eine Schwester und Oberbürgermeisterin a.D. ebenfalls im betr. Umfeld des städt. Grundstücks Lortzingstr. leben soll, geschuldet sein könnte, „konnte“ oder wollte man mir nach dem letzten Gespräch im Rathaus (Nov. 2008) „nicht sagen“. Dabei kommt allein diese kurzfristig mögliche Teilverlagerung als einzige realistische Lösung in Betracht, eine gleich hohe Strahlenbelastung all derer herbeizuführen, die auch zurzeit noch mobilfunktechnisch über den Funkmast Albertstr. versorgt werden und die allein zu einer Strahlenbelastung führen würde, die dem Durchschnitt in Wuppertal und dem Vorsorgekonzept der Stadt (1-2 V/m) entspricht, woran es auch nach dem zwischenzeitlich erfolgten Umbau des betr. Funkmastes auch weiterhin fehlt. In der Anlage finden Sie als Word-Dokument ein Antwortschreiben an Herrn Oberbürgermeister Jung, das Ihnen die Situation und die dringende Notwendigkeit der Unterstützung (s. dort ua. beschriebene angebliche kurzfristige Krebserkrankungen im Wohnumfeld) durch den Stadtrat und damit auch durch Ihre Partei etwas eingehender aufzeigen wird. Nachdem die bisherigen Zusagen der Stadt betr. den Abbau des Funkmastes leider nicht eingehalten wurden, daher nochmals meine dringende Bitte um Unterstützung der 1000 Anwohner am Heidter Berg an Sie, dass der auf og. Grundlage nicht vereinbarungskonforme Funkmast durch die Unterstützung Ihrer Partei nach mehr als 2,5 Jahren nun endlich wieder aus ihrem Wohngebiet kurzfristig entfernt wird, auch wenn es die SPD Wuppertal war, die gestern in der Sendung des WDR Lokalzeit Bergisch Land verkündete, Wuppertal zum Umweltschutzstandort Nr. 1 in NRW machen zu wollen und sich so von der CDU in Wuppertal im Wahlkampf abgrenzen werde. Die Glaubhaftigkeit dieser Ankündigung der SPD hat sie m.E. schon auf og. Grundlage in der BV-Heckinghausen klar beseitigt. Allerdings haben auch MP Herr Rüttgers und Herr MdL Generalsekretär Wüst dies für NRW auf dem Parteitag 2006 in Münster ebenfalls und zwar bundesweit in ähnlicher Weise in Aussicht gestellt und dabei sogar den Verbraucherschutz mit einbezogen: I.S. Funkmast Albertstr. hat jedoch m.W. keiner von ihnen bislang den Abbau des Funkmastes herbeigeführt, vielleicht können Sie es ja auch ohne große öffentlichkeitswirksame Vorankündigungen besser machen. Dies würde auch den betr. Anwohnern ein Stück weit Glaubwürdigkeit in die Politik und in deren angebliches Ziel der Gleichbehandlung zurückgeben. Dies würde sicher auch für die inzwischen vielen anderen Wuppertaler gelten, die die Angelegenheit Funkmast Albertstr. mit Blick auf die vielen unzutreffenden Bekundungen und Zusagen der Stadtverwaltung und deren Ungleichbehandlung mit zunehmendem Argwohn beobachten. Seit mehr als 2 Jahren erhalten wir von der Stadtspitze die Antworten, dass man noch prüfen müsse und Herr OB Jung sich fortlaufend berichten ließe, dies lässt nicht nur bei uns den Eindruck des „Aussitzens“ auf Kosten der betroffenen Anwohner am Heidt zugunsten der vermeintlichen Prominenz im Umfeld Lortzingstr. entstehen. Die Stadtverwaltung lässt aus „kurzfristig“ (in 2006) in Aussicht gestellten Maßnahmen (zumindest Teilabbau der bergseitigen 120 Grad Sendeeinheit) -auf der Grundlage eines offenbar allein ihr eignen Zeitverständnisses- 2008 auf einmal eine nur noch mittelfristige Maßnahme werden (aus kurzfristig wird nach 2 Jahren mittelfristig), so dass zu befürchten steht, was sie heute unter der in 2006 von ihr ebenfalls mitgeteilten mittelfristig erfolgenden vollständigen Verlagerung versteht.

Bitte verfahren Sie nicht in derselben Weise mit den Anwohnern des Heidt, sondern führen kurzfristig zumindest die schon lange mit T-Moblie vereinbarte Teilverlagerung endlich herbei, nachdem die CDU-Ratsfraktion schon in den letzten 2,5 Jahren diesbzgl. Hilfe für die Anwohner des Heidt hat vermissen lassen.

1.2.09

Kommentar von Stefan Melneczuk zum Artikel "Mobilfunk-Anlage am Heidter Berg wird nach Streit umgebaut"

16. Dezember 2008 - 17:01 Uhr

Etappensieg in Heckinghausen

Keine Frage: Einen Kompromiss in Heckinghausen zu finden, war in den vergangenen Monaten alles andere als einfach. Es gab Schuldzuweisungen, Kontroversen und Diskussionen in Hülle und Fülle – und zwischen allen Fronten bewegte sich, wenn auch redlich, eine Stadtverwaltung in Erklärungsnot und mit dem Rücken zur Wand: Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass in einem Wohngebiet ein dermaßen immissionsstarker und ausgerichteter Mobilfunksender installiert wird?

Anwohner liefen Sturm, und bald schon wurde der Mobilfunk-Streit über die Stadtteil-Grenzen hinaus zum Politikum – unabhängig davon, ob die Grenzwerte an der Albertstraße nun eingehalten wurden oder nicht. Oberbürgermeister Peter Jung zog das Thema in der ihm eigenen Art an sich, um Druck aus dem Kessel zu nehmen. Damit trug die Stadt nicht zuletzt auch dem Widerstand Rechnung, der sich bei der Suche nach einem Alternativ-Standort an der Lortzingstraße – ebenso einflussreich wie effektiv – zusammenbraute.

Konsequenz aus dieser Vermittlungsarbeit ist ein Etappensieg, mit dem alle Seiten erst einmal leben können: T-Mobile als Netzbetreiber aus technischer Sicht, die betroffenen Anwohner mit Blick auf ihre Gesundheit und die Stadt als Vermittler in schwierigem Fahrwasser. Jetzt gilt alle Aufmerksamkeit den Messwerten und den Fragen, die sich in den kommenden Wochen daraus ergeben. Allein schon deswegen darf und wird das Thema Albertstraße nicht von der Agenda verschwinden. Und auch das bleibt festzuhalten: Nach der Auseinandersetzung in Heckinghausen dürfte auch dem letzten Verantwortlichen klar sein, dass sich eine solche Anlage an vergleichbaren Stellen in Wuppertal nicht noch einmal installieren lässt.

„Wir passen da auf wie ein Luchs“


Umgebaut: der Mobilfunkmast an der Alberstr.wird umgerüstet


Heckinghausen.
Beim Heidter Bürgerverein (derzeit gut 300 Mitglieder) findet der jetzt vorgenommene Umbau des Mobilfunksenders an der Albertstraße grundsätzlich Zustimmung. „Als eine erste Lösung ist das sicherlich zu begrüßen“, erklärt Hansjörg Finkentey, 1. Vorsitzender des Vereins, auf Nachfrage der WZ. Was die Messwerte und Belastungen betreffe, werde man aber auch in Zukunft wachsam sein: „Wir passen da auf wie ein Luchs.“

Wünschenswert sei nach wie vor ein Alternativ-Standort, nach dem der geplante an der Lortzingstraße ebenfalls auf massiven Widerstand bei Anwohnern stieß. Das sei angesichts der dort zu erwartenden Immissionen bedauerlich und stehe zur bisherigen Belastung an der Albertstraße in keinem Verhältnis, formuliert es Finkentey im Rückblick. Wie berichtet, will auch die Stadt weiter nach einer Alternative Ausschau halten. mel

Mobilfunk-Anlage wird endlich umgebaut

Der schon 2006 in Aussicht gestellte UMBAU auf Dualband-Antennen hat endlich stattgefunden:

T-Mobile hat nach der Diskussion im Stadtteil den System-Standort Albertstraße umgebaut. Die Stadt sieht das als Erfolg – Anwohner bleiben skeptisch.


Das Messgerät der Bundesnetzagentur für den Mobilfunksender Albertstraße liefert demnächst auch Online-Daten. Hier nehmen Will Düsseler (links) und Wolfgang Schultze das Gerät in Augenschein.

Barmen. Gut zwei Jahre nimmt sie mittlerweile in Anspruch, die Diskussion um den umstrittenen Mobilfunksender auf dem Wohnhaus an der Albertstraße 82a. Jetzt meldet die Stadtverwaltung den Umbau der Anlage am Heidter Berg durch Netzbetreiber T-Mobile – und wertet ihn als grundlegenden Erfolg.

Stadt: Dachgeschosswohnung durch Umbau entlastet

Demnach verringern sich die Immissionen vor Ort um etwa die Hälfte – „eine Reduzierung, die besonders den an der Albert- und Emilstraße vorhandenen Wohnungen im Dachgeschoss zugute kommt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der Stadt Wuppertal: „Obwohl die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung im Stadtbezirk Heckinghausen deutlich unterschritten werden“, wolle man „sicher gehen“ und die Werte der umgebauten Anlage drei Monate lang messen. Dazu habe man von der Bundesnetzagentur ein Gerät zur Verfügung gestellt bekommen, um es in den nächsten Tagen zu installieren.

Die Stadt Wuppertal informiert auf ihrer Homepage wuppertal.de auch rund um das Thema Mobilfunk im Stadtgebiet. Die Daten der anstehenden Dauermessung an der Albertstraße sind dort dann ebenfalls online abrufbar (unter der Rubrik Rathaus & Behörden / Gesundheit / Mobilfunk).

Abgesehen davon, dass die Immissionswerte auf diesem Weg „überprüft und kontrolliert werden“ sollen, stelle man die Messwerte auf der Homepage der Stadt online, wo sie dann „jederzeit aktuell abgerufen werden“ können. Ein entsprechender Link ist bereits angelegt und wird aktiviert, sobald das Messgerät, das derzeit noch im Rathaus aufbewahrt wird, angeschlossen ist. Die Suche nach einem alternativen Standort für die Anlage habe sich mit deren Umbau allerdings „nicht erübrigt“, erklärt Bernd Osthoff, Mobilfunk-Koordinator der Stadt Wuppertal, auf WZ-Nachfrage. Man peile eine „mittelfristige Lösung“ an.

Wie berichtet, stand die Anlage an der Albertstraße in ihrer bisherigen Form als eine der immissionsstärksten im Bundesgebiet bei Anwohnern in der Kritik. Bei der Suche nach einem Alternativstandort in der Nähe eines Sportplatzes bekam es die Stadt dann auch noch mit Widerstand an der Lortzingstraße zu tun. Zwischenzeitlich schaltete sich auch Oberbürgermeister Peter Jung in die Diskussion und die Gespräche mit T-Mobile ein.

Anwohner: Thema darf nicht von der Tagesordnung verschwinden

„Alles, was die derzeitige Belastung minimiert, ist schon ein Erfolg“, erklärt Axel Ronsdorf aus Sicht der betroffenen Anwohner im Gespräch mit der WZ: „Das Thema darf damit nicht von der Tagesordnung verschwinden.“

T-Mobile hat sich im Zuge der Auseinandersetzung für eine „Versachlichung des Themas“ ausgesprochen. Am vergangenen Freitag rückte dann ein Kranwagen an, von dem aus die Anlage – wie bereits angekündigt – mit Dualbandantennen versehen und neu ausgerichtet wurde.

Mobilfunk-Anlage am Heidter Berg umgebaut

Mobilfunk-Anlage am Heidter Berg umgebaut

9.9.08

Wie schnell ist nicht passiert! oder: Funkstille, ...aber nicht so!

Am 22.04.08 haben die Anwohner letztmalig etwas von der Stadt gehört.
Seitdem herrscht eine Funkstille, wie sie lieber vom Sendemast ausgehen sollte. Wieder einmal zeigt sich, welchen Stellenwert die Anliegen der Bügeranliegen haben. Ob und wie lange eine Antwort auf die Mail vom heutigen Tage auf sich warten lässt, kann man nur mit Spannung entgegensehen


Nachfrage:_________________________

Sehr geehrte Herren,

am 22.04.08 fand abermals ein runder Tisch i.S. Sendemast statt.
Seitdem haben wir NICHTS mehr von Ihnen gehört!
Wir bitten um zeitnahe Sachstandschilderung.


Antwort:__________________________
Osthoff Bernd schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich hatte vor ca. 2 Wochen eine umfassende Sachstandsanfrage
an T-mobile versandt (bzgl. Umbau usw.). Da der zuständige Kollege
wohl in Urlaub bis (8.9.) war ist bei mir noch kein neuer Sachstand
angekommen.

Ich habe aber heute noch einmal T-mobile angemailt. Sobald ich eine Antwort
Habe, erhalten Sie Nachricht.

Bei ... habe ich eine Ortsbesichtigung durchgeführt - wegen der
Messeinrichtung (3Monate) .

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Osthoff


p.s.
Herr Beig. Uebrick ist für den Geschäftsbereich (damit auch für diese Aufgabe)
nicht mehr zuständig.

Nachgehakt:________________________

Sehr geehrter Herr Osthoff,

halten Sie es nicht auch für beschämend, dass nach über 20 Kalenderwochen nach dem letzten runden Tisch im April und seit nunmehr 15 Monaten nach dem Versprechungen des OB anlässlich der Bürgerversammlung im Lutherheim noch immer KEINE EINZIGE VERÄNDERUNG stattgefunden hat? Wie würden Sie sich an unserer Stelle fühlen? "Nicht ernst genommen" ist dabei wohl noch die wohlwollenste Formulierung! PS: Wer ist denn der zuständige Nachfolger von Herrn Uebrick?

Antwort:__________________________
bis heute 19.10.2008

KEINE ANTWORT / REAKTION !


8.7.08

Medienberichte

Ein Beitrag aus der Mediathek des WDR

Sowie zwei Berichte aus der WZ vom

Die Stadt steht im Wort
Kommentar zum Artikel v. 05.07.2008

Sollte der Problemsender am Heidter Berg nach der Sommerpause tatsächlich umgebaut und durch Feldstärken-Messungen überprüft werden, wäre das ein überfälliger und zäh errungener Etappensieg.

Die Stadt steht nach wie vor im Wort, diese Kuh endlich vom Eis zu holen – trotz aller Widerstände an der Lortzingstraße. Dass dort einflussreiche Wuppertaler Häuser besitzen, die Druck im Rathaus machen, ist ein offenes Geheimnis.

Jenseits dessen ist auch in Zukunft Wachsamkeit angebracht – sowohl bei der Montage neuer Mobilfunksender als auch beim täglichen Umgang mit dem Handy selbst. Wer allzu sorglos Sender plant und baut, muss sich in Wuppertal auf massiven Widerstand einstellen. Nichts anderes zeigt der Fall am Heidter Berg.

17.6.08

Erst die Kinder, dann ...

Strahlungs-Risiko!

Verbietet Handys für Kinder unter 12 Jahren!

Internationale Forscher und Krebsärzte veröffentlichen dramatischen Appell

Es ist ein Alarmruf für alle Eltern: Internationale Forscher und Krebsärzte empfehlen ein Handyverbot für Kinder unter zwölf Jahren!

In dieser Altersgruppe hat inzwischen jedes 2. Kind ein Handy. Die Experten: „Aber Kinderhirne wachsen noch, sind dadurch sehr viel stärker Strahlung ausgesetzt.“

Dr. David Servan Schreiber (47), einer der bekanntesten Ärzte Frankreichs, hat sich mit dem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gewandt.

Er lehrte u.a. an den Unis Lyon und Pittsburgh (USA), wird von 20 Wissenschaftlern aus Frankreich, Italien, Niederlanden und den USA unterstützt. Dr. Schreiber an alle Eltern: „Erlaubt den Kindern bis zwölf Jahren nicht das Benutzen von mobilen Telefonen, außer im Notfall.“

Generell sollte ein Meter Abstand zum Mobiltelefon eingehalten werden.

Deutsche Experten setzen sich seit Jahren dafür ein, dass Kinder zumindest keine Handys direkt ans Ohr halten, sondern sog. „Headsets“ (Kopfhörer) benutzen.

Strahlenschutz-Experte Dr. Heinrich Eder (64), Bayerisches Landesamt für Umwelt: „Dann ist die Belastung geringer, weil die Antenne nicht direkt am Kopf ist.“

Auch er sieht das erhöhte Strahlenrisiko für Kinder: „Ab dem 4. Lebensjahr ist zwar die Schädeldecke dick genug, aber die Gesamtmasse des Kopfes noch gering.“

Die Risiken durch Handystrahlen sind seit Jahren umstritten. Eine finnische Studie ergab ein erhöhtes Risiko für Tumore an der Seite, an der das Handy lag.

Andere sahen u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen des Immun- und Nervensystems. Dr. Eder: „Das Fachmagazin Bioelectromagnetics berichtet, dass Handystrahlung im Tierversuch die Zellteilung störte.“

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz sieht nach einer neuen Studie dagegen kein Risiko für Erwachsene. Durch Handys oder schnurlose Telefone würden keine Hirntumore, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen ausgelöst.

Mögliche langfristige Risiken, vor allem für Kinder, müssten in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

Sollen Eltern ihrem Kind jetzt das Handy verbieten?

Dr. Eder: „Das lässt sich in der Praxis nicht durchsetzen. Aber wir sollten Kinder dazu anhalten, immer ein Headset zu benutzen.“

Sachstand Juni 2008

Der Vorsitzende des Heidter Bürgervereins, Hans Jörg Finkentey, hat unter der Überschrift

"Der Sendemast – eine Story ohne Ende"

eine treffliche Situationsbeschreibung verfasst:

Nach endlosem Briefwechsel sowohl der Anwohner als auch des Heidter Bürgervereins eV mit der Stadtverwaltung und der T-Mobile fand dann etwa Mitte 2007 eine sehr gut besuchte Veranstaltung dazu im Lutherheim, Obere Selhofstraße, statt.

Fazit: Es wurden alternative Standorte seitens der Stadtspitze zugesichert, die man aber, wie sich im Nachhinein herausstellte, vorher gar nicht abgefragt hatte. Damit ging diesen Luftballons das Gas aus.

Die Anti-Fraktion versuchte, den Vorstandsvorsitzenden der Telecom zu mobilisieren, der natürlich die Sache an seine Mitarbeiter weiterleitete, von denen bislang auch nur nichts-sagende Briefe verschickt wurden. Die Petitionen an den NRW-Landtag und auch an den Deutschen Bundestag wurden letztendlich mit dem Hinweis abgeschlossen, dass die aktuellen Strahlenschutz-Richtwerte ja eingehalten seien und damit basta!

Pikanterweise kam dabei aber heraus: Die T-Mobile teilte dem Bundesministerium für Umwelt im September 2007 mit, dass die Sendeleistung max. 4,9 V/m nach zu erfolgendem Umbau der Anlage, die momentan immer noch mit ca.11,0 V/m sendet, reduziert werden könnte, Getan wurde aber in den rund 9 Monaten nichts. Ferner habe die Stadt die Höhendifferenz von 5 m einseitig im Stadtrat festgelegt. Dagegen spricht die Ratsdrucksache VO/1232/03 aus Februar 2003 davon, dass diese Beschränkung sowie andere mit allen Mobilfunkbetreibern vereinbart wurden.

Zwischenzeitlich hatte T-Mobile diverse alternative Standorte untersucht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Standort in der Nähe der Lortzingstraße optimal sei, zumal dort nur mit 1,2-1,5 V/m Sendeleistung zu rechnen sei. Aufgrund einer veröffentlichten Bauvoranfrage für den Mast hatte sich dort schnell Widerstand der Bürger gebildet, der sich in einem eingetragenen Verein „Kein Sendemast an der Lortzingstraße“ manifestiert.

Ein weiterer „Runder Tisch“ wurde mit nur je 2 Vertretern der Anwohner Albertstraße, der Lortzingstraße, der BV sowie von Verwaltung und T-Mobile wurde am 22. April 2008 im Rathaus abgehalten. Das Ergebnis war mehr als mager, denn die Lutherkirche als Alternative wurde bereits vor rund 6 –7 Jahren von der Kirchengemeinde abgelehnt und den bereits vor rund einem Jahr angekündigten Umbau der bestehenden Anlage auf 4,5 V/m stellte man nun für den Herbst 2008 in Aussicht. Auf den T-Mobile-Vorschlag Lortzingstraße ging die Stadtverwaltung erst gar nicht ein. Über die Ursache darf spekuliert werden: Wohnen doch dort in unmittelbarer Nähe eine "Alt-Oberbürgermeisterin" und ein Präsident eines Wuppertaler Sportvereins.

Die Briefe an Wuppertaler Landtags- und Bundestagsabgeordnete blieben bislang mit einer Ausnahme unbeantwortet. Das zeigt einmal mehr die Bürgernähe unserer sog. Volksvertreter, die sich aber stets darüber aufregen, dass das Wahlvolk den Abstimmungen progressiv fernbleibt.

Hansjörg Finkentey
1. Vors.Heidter Bürgerverein eV

30.4.08

Mobilfunkstreit: FDP-Politiker widerspricht der Stadt

aus: WZ v. 29. April 2008, S.20

Der jetzt befürwortete Umbau des Senders am Heidter Berg ist laut Hansjörg Finkentey fragwürdig, unzureichend und zeige, dass die Stadt die Alternative an der Lortzingstraße nun doch wieder ablehne.
Der Sender am Heidter Berg soll umgebaut werden.









(Archivfoto: Andreas Fischer)



Heckinghausen. Der Sachstandsbericht der Stadt Wuppertal zum Mobilfunkstreit am Heidter Berg stößt auf Widerspruch: Die Mitteilung der Stadt „stimmt so nicht“, erklärt Hansjörg Finkentey (FDP), Mitglied der Bezirksvertretung Heckinghausen.

Ergebnis des Runden Tisches sei lediglich, „dass man prüft, ob die Lutherkirche genutzt werden kann“. Netzbetreiber T-Mobile habe in der Runde allerdings erklärt, „dass in den letzten fünf Jahren keine entsprechende Anfrage seitens der evangelischen Landeskirche positiv beantwortet“ wurde. Der jetzt befürwortete Umbau des Senders am Heidter Berg sei fragwürdig, unzureichend und zeige, dass die Stadt die von T-Mobile favorisierte Alternative an der Lortzingstraße nun doch wieder ablehne – aus welchem Grund auch immer.

Nach wie vor sei die Verlagerung ins Sportplatz-Umfeld aber die beste Lösung und entspreche der durchschnittlichen Strahlenbelastung im Stadtgebiet.

Übrigens:
Die Partei der Grünen hat in ihrer Zeitung "Diese Grünen", S.5 von April 2008 hierzu wie folgt Stellung genommen:
"Dem Konzept von LIMES folgend hat die GRÜNE Ratsfraktion im vergangenen Jahr im Rat beantragt, dass die Stadt zusammen mit den Mobilfunkbetreibern ein Konzept für Wuppertal entwickelt. Ziel soll sein, mit weniger Mobilfunkmasten auszukommen und besonders kritische Standorte ganz aufzugeben. Der Rat erklärte den GRÜNEN Antrag vor kurzem für erledigt. Gleichwohl schlug die Verwaltung nur wenige Wochen später vor, einen Mast an der Albertstraße am Schenkendorfplatz in Heckinghausen (weiter oben am Hang) aufzustellen und dort eine Mobilfunkbasisstation zu installieren. Damit wäre die kritische Anlage an der Albertstraße zwar nicht überflüssig, aber immerhin könnte der Teil der Anlage, der gegen den Hang strahlt, abgeschaltet werden. Wir halten den Mast am Schenkendorfplatz grundsätzlich für eine sinnvolle Lösung. Um die Menschen zu entlasten, fordern wir aber, den Mast weiter weg von den Wohnhäusern aufzustellen, 100 Meter würden schon genügen. Die Schülerinnen und Schüler, die auf dem Sportplatz einmal pro Woche trainieren, sind übrigens nach Meinung von Fachleuten nicht gefährdet. Erst ab einer Dauerbelastung von mindestens vier Stunden pro Tag wird der Elektrosmog spürbar und gefährlich."

Der ganze Artikel als PDF auf Seite 5

24.4.08

Ergebnis der Veranstaltung vom 22.04.08

Auch wenn den Beteiligten noch kein schriftliches Protokoll zugegangen ist, verwundert die offenbar auf einer Presseerklärung der Verwaltung beruhende Berichterstattung in den Medien schon sehr. Dem Insider fällt allerdings auf, dass der Artikel mit "Red" für "Redaktion" unterzeichnet ist - ein deutlicher Hinweis, dass es sich hier um eine wortwörtlich übernommene Erklärung der Stadt handelt, die nicht "gegenrecherchiert" wurde, da es sich i.S.d. Presserechts um eine "amtliche Verlautbarung" handelt. (Vergrößern = anklicken->)

Inhaltlich richtig erscheint dabei nur,
1. dass der Standort auf dem Turm der Lutherkirche geprüft wird.
(damit würde das Problem nur um etwa 80m nach Osten verschoben)
2. das Angebot der T-Mobile die Sendeleistung dergestalt zu minimieren, dass die Belastung in der Emilstr. auf Hälfte reduziert wird.
(Der Einbau dieser Dual-Band-Antennen wurde schon nach dem ersten runden Tische im Dezember 2006 von der T-Mobile" angeboten")
Aber auch fast zwei Jahre später ist diese Alternative keine Lösung, denn die dann zu erwartenden Immissionen liegen mit 4-5 V/m immer noch mehr als doppelt so hoch, wie von der Stadtverwaltung durchschnittlich für das Stadtgebiet angestrebten 1-2 V/m.

Fraglich ist aber, warum die Stadt der T-Mobile keine Erlaubnis für den Bau des Entlastungsstandortes erteilt, um ihre Planungsfehler wieder gut zu machen. Solange dies nicht geschieht, führt keine andere Alternative zu einer Gleichbehandlung, die nach Worten unseres OB das Ziel sein muss.

Leider könnte man auf die Idee kommen, dass eine handvoll prominenter und einflussreicher Anwohner, die Realisierung des Entlastungsstandortes in ihrem Wohnumfeld verhindern und damit zu Lasten der Gesundheit anderer mobil telefonieren- - und zwar gerade über den Funkmast Albertstr. 82a, dessen Teilverlagerung sie verhindern wollen, denn T-Mobile teilte im Rahmen der Veranstaltung des runden Tisches am 22.04.08 auf Nachfrage mit: Die mobill-funktechnische Versorgung des Umfeldes Lortzingstr. wird aktuell über die (streitige) Mobilfunkanlage Albertstr. 82a sichergestellt.