Folgende Mail ist bis heute ohne jegliche Antwort geblieben:
Sehr geehrter Fraktionsvorsitzender der CDU Herr Simon,
sicher ist Ihnen die untragbare Situation für die Anwohner am Heidter Berg durch den Mobilfunkmast der T-Mobile auf dem Wohnhaus Albertstr. 82 a, die nunmehr über 2, 5 Jahre andauert, durch die zahlreichen Presse und TV-Berichterstattungen bekannt. Letztere liegen dieser Mail an, damit Sie sich ein annähernd realistisches Bild von dem unerträglichen Zustand machen können. Weiter erlaube ich mir, Sie auf die Seite: www.sendemast.blogspot.com hinzuweisen, auf der Sie weitere traurige Informationen finden werden. Die betroffenen Anwohner haben sich bereits 2006 u.a. mit ca. 1000 Unterschriften mit der Bitte an Oberbürgermeister Jung gewandt, dass der gegen das Vorsorgekonzept der Stadt Wuppertal, das diese mit den Mobilfunkbetreiben vereinbart hat, verstoßende Funkmast kurzfristig wieder aus ihrem Wohngebiet entfernt wird. Er ist den Anwohnern in Entfernung von 30 Metern teils auf Augenhöhe vor ihre Balkone, Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmerfenster gesetzt worden. Die Strahlenbelastung durch den betr. Funkmast soll in den letzten 2 Jahren zu den 10 höchsten in ganz Deutschland gezählt haben und liegt auch nach dem Umbau des Funkmastes mit bis zu 4, 5 Volt/meter immer noch mehr als 100 % über dem Durchschnitt in Wuppertal und ist voraussichtlich auch über Wuppertal hinaus weiterhin zu den sehr hohen Strahlenbelastungen zu zählen. Sein Abbau wird den Anwohnern nunmehr schon mehr als 2 Jahre durch die Stadtverwaltung zugesagt, die jetzige bloße Umrüstung auf sog. Dualbandantennen genügt dem nicht ansatzweise. T-Mobile fordert von der Stadt für den Abbau einen Ersatzstandort, denn man habe die Stadt schließlich frühzeitig über das Vorhaben der Errichtung dieses Funkmastes informiert und die Stadt habe hierzu geschwiegen, so dass T-Mobile vom Einverständnis der Stadt ausging und den Standort errichtete. Die Stadt dementierte über 2 Jahre (s. Medien) hinweg, von T-Mobile eine vorherige Information über das Vorhaben erhalten zu haben. Seit kurzem steht fest, dass die Behauptung der T-Mobile wahr ist, hingegen die Behauptung der Stadt über 2 Jahre hinweg nicht zutraf. Der Funkmast wurde inzwischen umgebaut, bestrahlt Anwohner mit bis zu 4,5 V/m (s. Gutachten IMST) aber immer noch mit mehr als 100 % über dem, was mit 1-2 V/m dem Durchschnitt in Wuppertal und jenseits Wuppertals entspricht. Nachdem diverse Zusagen der Stadt im Hinblick auf die vereinbarte (zumindest Teil-)Verlagerung des betr. Funkmastes über mehrere Jahre bislang nicht eingehalten wurden, wende ich mich nunmehr an Sie und die CDU-Ratsfraktion und bitte Sie darum, die Anwohner am Heidt betr. den Abbau des Funkmastes zu unterstützten. U.a. die sind Herr Ministerpräsident Rüttgers und Fraktionsvorsitzender Herr Stahl von uns über die weiterhin unhaltbare Lage teils bereits länger informiert. Bekanntlich kam es nach der seinerzeitigen Versteigerung der UMTS-Lizenzen durch den Bund durch die Änderung der Bauordnung NW, nach der betr. Funkmasten bis zu einer Höhe von 10 Meter ohne vorherige Baugenehmigung errichtet werden dürfen, gerade zu dem, was die Anwohner des Heidt (Funkmast Albertstr. 82a) nunmehr trotz tauglicher Alternative seit mehr als 2 Jahren ertragen sollen. Im Gegenzug zur Änderung der BauONW hatte man sich auf die Vereinbarung von Vorsorgekonzepten u.a. zwischen Kommunen und Mobilfunkbetreiben verständigt, gegen die der betr. Funkmast Albertstr. auch nach seinem Umbau sowohl hinsichtlich des danach einzuhaltenden Höhenunterschiedes zu angrenzenden Wohnungen als auch hinsichtlich der Strahlenbelastung weiterhin verstößt. Zumindest respektive einer Teilverlagerung haben Stadt und Herr Oberbürgermeister Jung sich bekanntlich mit T-Mobile im Juli 2007 auf den Ersatzstandort städt. Grundstück Lortzingstr. verständigen können, dessen Umfeld seit nunmehr mehr als 2 Jahren über den Funkmast Albertstr. mobilfunktechnisch versorgt wird (so T-Mobile April 2008 im Rathaus). Allerdings wohnen in diesem Umfeld bekanntlich prominente und wohlhabende Wuppertaler, von denen zumindest ein Teil versucht, diese Teilverlagerung zu verhindern, vielleicht bevorzugt man es dort auch weiterhin auf Kosten der Gesundheit der Anwohner am Heidt und einer dort auch weiterhin überdurchschnittlichen Strahlenbelastung mobil zu telefonieren? Ob die Stadt sich diesem Einfluss unterwirft und deshalb seit nunmehr mehr als 1,5 Jahren die Umsetzung ihres eigenen Vorschlages an T-Mobile (Ersatzstandort städt. Grundstück Lortzingstr.) trotz Vorliegens aller rechtlichen Voraussetzungen nun doch nicht vornehmen will, oder ob dies der Unterstützung des dortigen prominenten Umfeldes durch Teile der BV-Heckinghausen und dabei gerade der SPD, von deren Mitgliedern eine Schwester und Oberbürgermeisterin a.D. ebenfalls im betr. Umfeld des städt. Grundstücks Lortzingstr. leben soll, geschuldet sein könnte, „konnte“ oder wollte man mir nach dem letzten Gespräch im Rathaus (Nov. 2008) „nicht sagen“. Dabei kommt allein diese kurzfristig mögliche Teilverlagerung als einzige realistische Lösung in Betracht, eine gleich hohe Strahlenbelastung all derer herbeizuführen, die auch zurzeit noch mobilfunktechnisch über den Funkmast Albertstr. versorgt werden und die allein zu einer Strahlenbelastung führen würde, die dem Durchschnitt in Wuppertal und dem Vorsorgekonzept der Stadt (1-2 V/m) entspricht, woran es auch nach dem zwischenzeitlich erfolgten Umbau des betr. Funkmastes auch weiterhin fehlt. In der Anlage finden Sie als Word-Dokument ein Antwortschreiben an Herrn Oberbürgermeister Jung, das Ihnen die Situation und die dringende Notwendigkeit der Unterstützung (s. dort ua. beschriebene angebliche kurzfristige Krebserkrankungen im Wohnumfeld) durch den Stadtrat und damit auch durch Ihre Partei etwas eingehender aufzeigen wird. Nachdem die bisherigen Zusagen der Stadt betr. den Abbau des Funkmastes leider nicht eingehalten wurden, daher nochmals meine dringende Bitte um Unterstützung der 1000 Anwohner am Heidter Berg an Sie, dass der auf og. Grundlage nicht vereinbarungskonforme Funkmast durch die Unterstützung Ihrer Partei nach mehr als 2,5 Jahren nun endlich wieder aus ihrem Wohngebiet kurzfristig entfernt wird, auch wenn es die SPD Wuppertal war, die gestern in der Sendung des WDR Lokalzeit Bergisch Land verkündete, Wuppertal zum Umweltschutzstandort Nr. 1 in NRW machen zu wollen und sich so von der CDU in Wuppertal im Wahlkampf abgrenzen werde. Die Glaubhaftigkeit dieser Ankündigung der SPD hat sie m.E. schon auf og. Grundlage in der BV-Heckinghausen klar beseitigt. Allerdings haben auch MP Herr Rüttgers und Herr MdL Generalsekretär Wüst dies für NRW auf dem Parteitag 2006 in Münster ebenfalls und zwar bundesweit in ähnlicher Weise in Aussicht gestellt und dabei sogar den Verbraucherschutz mit einbezogen: I.S. Funkmast Albertstr. hat jedoch m.W. keiner von ihnen bislang den Abbau des Funkmastes herbeigeführt, vielleicht können Sie es ja auch ohne große öffentlichkeitswirksame Vorankündigungen besser machen. Dies würde auch den betr. Anwohnern ein Stück weit Glaubwürdigkeit in die Politik und in deren angebliches Ziel der Gleichbehandlung zurückgeben. Dies würde sicher auch für die inzwischen vielen anderen Wuppertaler gelten, die die Angelegenheit Funkmast Albertstr. mit Blick auf die vielen unzutreffenden Bekundungen und Zusagen der Stadtverwaltung und deren Ungleichbehandlung mit zunehmendem Argwohn beobachten. Seit mehr als 2 Jahren erhalten wir von der Stadtspitze die Antworten, dass man noch prüfen müsse und Herr OB Jung sich fortlaufend berichten ließe, dies lässt nicht nur bei uns den Eindruck des „Aussitzens“ auf Kosten der betroffenen Anwohner am Heidt zugunsten der vermeintlichen Prominenz im Umfeld Lortzingstr. entstehen. Die Stadtverwaltung lässt aus „kurzfristig“ (in 2006) in Aussicht gestellten Maßnahmen (zumindest Teilabbau der bergseitigen 120 Grad Sendeeinheit) -auf der Grundlage eines offenbar allein ihr eignen Zeitverständnisses- 2008 auf einmal eine nur noch mittelfristige Maßnahme werden (aus kurzfristig wird nach 2 Jahren mittelfristig), so dass zu befürchten steht, was sie heute unter der in 2006 von ihr ebenfalls mitgeteilten mittelfristig erfolgenden vollständigen Verlagerung versteht.
Bitte verfahren Sie nicht in derselben Weise mit den Anwohnern des Heidt, sondern führen kurzfristig zumindest die schon lange mit T-Moblie vereinbarte Teilverlagerung endlich herbei, nachdem die CDU-Ratsfraktion schon in den letzten 2,5 Jahren diesbzgl. Hilfe für die Anwohner des Heidt hat vermissen lassen.




